Unsung Heroes ist eine Spurensuche in den Marginalien der Weltgeschichte. Ein Kunstprojekt das sich dokumentarisch aber auch persönlich mit den Leben von unbekannten und vergessenen Helden beschäftigt und sie zu Gemälden verdichtet. Die Bilder handeln von Menschen, die im Kampf für eine Idee bereit waren Leben und Alltag aufzugeben, um sich Gefahr, Folter und Tod auszusetzen. “Unsung Heroes” geht der Unbegreiflichkeit nach, wie der Glaube an Gerechtigkeit – also eine abstrakte Idee – einen Menschen psychisch und physisch so stärken kann, dass er bereit ist ihr überall hin zu folgen. Die Suche endet mit der Teilerkenntnis, dass schlussendlich die Figur des Helden nicht im Kampf gegen seinen Feind seine Größe erhält, sondern vielmehr im Kampf mit sich selbst
2004-2005, Serie, 70×50 cm, Acryl auf Holz
Auswahl (4 von 10)
Unsung Heroes is a continuation of a project that was propsed for Fabrica Features in 2003. It is a search for people who stood up for their beliefs and who were willing to endure pain and humiliation for their notion of justice and freedom. A search that is condensed to a series of 10 paintings.

Viola Liuzzo (*1925 †1965)
wächst in ärmlichen Verhältnissen in Tennesee und Georgia auf, in einer Zeit, die von Rassentrennung geprägt ist. Mit 18 heiratet sie und bringt in den folgenden Jahren mehrere Kinder zur Welt. Neben Arbeit und Kindererziehung nimmt Viola Liuzzo an lokalen Aktionen zur Verbesserung von Ausbildung und sozialer Gerechtigkeit teil.
1965 reist Viola Liuzzo nach Selma, Alabama um dort eine von Martin Luther King iniziierte Bürgerrechtskundgebung zu unterstützen. Sie hilft mit, schwarze Demonstranten in ihrem Auto zu fahren. Am 24. März wird sie von einem Wagen des Ku-Klux-Klan auf offener Straße verfolgt. Die vier Mitglied des Klans erschießen Viola Liuzzo im Überholen.