Unsung Heroes ist eine Spurensuche in den Marginalien der Weltgeschichte. Ein Kunstprojekt das sich dokumentarisch aber auch persönlich mit den Leben von unbekannten und vergessenen Helden beschäftigt und sie zu Gemälden verdichtet. Die Bilder handeln von Menschen, die im Kampf für eine Idee bereit waren Leben und Alltag aufzugeben, um sich Gefahr, Folter und Tod auszusetzen. “Unsung Heroes” geht der Unbegreiflichkeit nach, wie der Glaube an Gerechtigkeit – also eine abstrakte Idee – einen Menschen psychisch und physisch so stärken kann, dass er bereit ist ihr überall hin zu folgen. Die Suche endet mit der Teilerkenntnis, dass schlussendlich die Figur des Helden nicht im Kampf gegen seinen Feind seine Größe erhält, sondern vielmehr im Kampf mit sich selbst
2004-2005, Serie, 70×50 cm, Acryl auf Holz
Auswahl (4 von 10)
Unsung Heroes is a continuation of a project that was propsed for Fabrica Features in 2003. It is a search for people who stood up for their beliefs and who were willing to endure pain and humiliation for their notion of justice and freedom. A search that is condensed to a series of 10 paintings.

Chit Phumisak (*1930, †1966)
wird 1930 in ärmlichen Verhältnissen in Ostthailand geboren. Dank seiner sprachlichen Begabung kann er von 1950 bis 1957 die Chulalongkorn Universität in Bangkok besuchen, wo er erstmals mit Intellektuellen und politisch organisierten Studenten in Kontakt kommt. Er beginnt sich selbst für Demokratie und Rechte der armen Landbevölkerung zu engagieren. Er veröffentlicht Standardwerke in Soziologie, Linguistik, Politikwissenschaft und auch Lyrikbände und wird so zum wichtigsten thailändischen Autor der Neuzeit. 1957 putscht sich General Sarit Thanarat mit Hilfe des Militärs an die Macht. In den Folgemonaten löst Thanarat die Nationalversammlung auf und verhängt das Kriegsrecht – Regimekritiker und Oppositionelle werden hingerichtet und eingesperrt. Auch Chit Phumisak verbüßt für einen Kommentar in einer Studentenzeitung eine langjährige Haftstrafe. Nach seiner Entlassung im Jahr 1965 schließt sich Phumisak bewaffneten Widerstandstruppen im Nordosten des Landes an. Im darauffolgenden Jahr wird Chit Phumisak von Regierungstruppen aus einem Hinterhalt erschossen.